Buxtehude, 08.10.2018

Station der Deutschen Märchenstraße

Wenn ich nicht bereits übervoll gewesen wäre mit tollen Erlebnissen und Bildern von den ersten 19 Stationen meiner Tour entlang der Deutschen Märchenstraße, man könnte meinen, dass diese Deutsche Ferienstraße hier noch einmal ein letztes Feuerwerk abfackeln möchte. Alleine schon der Weg von Bremen vorbei an dem [>> Künstlerdorf Worpswede], durch das [>>Teufelsmoor], das von Flüssen und Kanälen durchzogen ist, vorbei an grünen, saftigen Wiesen und idyllischen reedgedeckten Häusern, macht das letzte Stück dieser bezaubernden Route zu einer vollkommenen und märchenhaften Reise. Für mich übrigens einer der schönsten Streckenabschnitte entlang der Deutschen Märchenstraße. Es gibt noch viele andere schöne Ferienstraßen in Deutschland – und ich werde sie in den nächsten Jahren noch alle bereisen und hier davon berichten – aber ich bin gespannt, ob und wie man diese Tour toppen kann! Ihr werdet es erfahren, wenn Ihr mir folgt! Ich bin verleitet zu sagen: sicherlich eine der schönsten und erlebnisreichsten Ferienstraßen in Deutschland.

Und so fahre ich – immer noch bei strahlendem Sonnenschein, der mich auf meiner ganzen Reise vom Sommer bis in den Herbst begleitet hat – hinein in die Stadt Buxtehude, die kurz vor Hamburg und am Rande vom Alten Land liegt. Damit sind schon zwei lohnenswerte Ausflugsziele genannt, die von hier aus erkundet werden können. Nicht aber, ohne vorher die Hansestadt Buxtehude mit ihren romantischen Fachwerkhäusern in der Altstadt und der grachtenartigen Flethanlage ausgiebig erlebt zu haben. “Fleth“ – so nennt man übrigens die natürlichen Wasserläufe in den Elbmarschen. Hier, wie auch an vielen anderen Stellen in der Stadt, erfreuen zahlreiche Skulpturen und Kunstwerke die Besucher – darunter auch eine von dem berühmten Otmar Alt. Es sind freundliche Menschen hier oben, die sich wirklich große Mühe geben, ihre Gäste glücklich zu machen. So wie auch die Mädels vom Café PomPom. “Bestes Frühstück in Buxtehude, alles mit ganz viel Liebe und Herz, sehr familienfreundlich, kuschelig, super lecker, tolle Auswahl, superfreundliches Personal und wahnsinnig gemütlich“ sind nur einige Kommentare der Gäste, die ich auf Facebook lese. Aber sie sind in der Tat alle wahr. Auch ich genieße hier vor meiner Abreise noch das Frühstück und denke, dass dies einige der märchenhaftesten Wochen und Erlebnisse waren, die ich auf all meinen Reisen in den vergangenen 30 Jahren erlebt habe. “Es war einmal...“ – auch wenn die Märchen so enden, das hier nicht! Ich werde wiederkommen, das ist beschlossen! Anlässe derer gibt es gleich zwei. Da ist zum einen das [>> Internationale Märchenfestival], das alle zwei Jahre stattfindet – das nächste übrigens in 2020. Ist schon in meinem Kalender vermerkt! In diesem zehntägigen Veranstaltungszeitraum können die Besucher märchenhafte Mitmach-Aktionen, Vorträge, Lesungen, Theater- oder auch Musicalvorführungen erleben.

Aber so lange müsst Ihr nicht warten, denn besonders märchenhaft wird es hier in Buxtehude auch in der Weihnachtszeit, wenn sich die Altstadt in ein [>> Wintermärchen] verwandelt. So erzählt man mir, dass dann ganz viele Märchenfiguren die Straßen säumen, Kinderaugen bei den Märchenlesungen leuchten und es auf dem Buxtehuder Rathausplatz ganz gemütlich zugehen soll - sogar ein kleines Wäldchen soll dann da stehen.

Stellt sich zum Schluss nur noch die Frage, warum Buxtehude Station der Deutschen Märchenstraße ist? Nicht schwer zu erraten, wenn man durch die Stadt mit ihrer schönen Fußgängerzone bummelt, auch wenn es das Märchen erst in die 5. Auflage von Grimms Märchen geschafft hat. An jeder Ecke begegnen einem bunte und ganz unterschiedlich interpretierte Figuren vom Hasen und dem Igel. Und dass es hier verortet ist, war einem Einfall von Wilhelm Schröder zu verdanken – ein Schriftsteller und Zeitungsverleger, der vor allem durch seine Bearbeitung des niederdeutschen Volksmärchens vom Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel bekannt geworden ist.

„Jetzt reicht´s!“ denke ich nur, als ich beim Verlassen der Stadt auch noch an Deutschlands größtem und ältesten Puppentheatervorbeikommen. Was für ein fantastisches Bild vor dieser beeindruckenden Wolkenformation! Ich mache einen letzten kurzen Stopp, lasse mir die historischen Puppenfiguren zeigen und frage mich, ob ich nicht doch der "Hans im Glück" bin – übrigens ein Märchen, das mich schon seit meinen Kindheitstagen begleitet und eines meiner Lieblingsmärchen ist. Wer weiß – zumindest fühle ich mich jetzt danach und mache mich auf den Weg zur nächsten Route. „Und wenn sie nicht ....“ – na ja, wenn Ihr wollt, dann bleibt dran und lest die Geschichten von meinen nächsten Touren.

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