Marburg, 18./19.08.2018

Station der Deutschen Märchenstraße

Was für eine geschichtsträchtige und interessante Stadt! Marburg, die alte Universitätsstadt, in der bereits die Brüder Grimmstudiert hatten, präsentiert sich wie ein über Jahrhunderte geschriebenes Geschichtsbuch. Und mittendrin, auf dem Marktplatz, steht das historische Rathaus.

Zwei Gastgeber laden mich hier auf dem Marktplatz zum Verweilen ein: das Restaurant Elunds sowie das direkt gegenüber gelegene, 440 Jahre alte Hotel und Gasthaus Zur Sonne.  Ich verbringe hier - wie das auch schon die Brüder Grimm getan hatten - den Sonntagvormittag, um diesen Blog in Betrieb zu nehmen. In diesem wunderschönen Ambiente bin ich einfach nur glücklich!

Nachmittags unternehme ich einen Stadtrundgang und folge dem legendären Grimm-Dich-Pfad, der mit Märchenfiguren in luftiger Höhe an Häusern, Treppen und Mauern zum Aufstieg durch die historische Altstadt bis hinauf zum Schloss lockt - ein Erlebnis für Jung und Alt. Und so sehe ich Familien mit kleinen Kindern, die ganz aufgeregt vor dem Haus links neben dem Rathaus stehen. Denn dort hängen die 7 Fliegen aus dem Märchen "Das tapfere Schneiderlein" an der Wand - eine der 16 Stationen vom Grimm-Dich-Pfad, zu denen auch das Haus gehört, in dem die Brüder Grimm einst wohnten. 

Von großer Bedeutung war der Bau der Elisabethkirche, dieser frühesten rein gotischen Hallenkirche auf deutschem Boden, die über dem Grab der Heiligen Elisabeth von Thüringen (1235) errichtet wurde. Aus diesem Grunde entwickelte sich Marburg zu einem bedeutenden Wallfahrtsort und seitdem reißen die Pilgerscharen nicht ab. Diese ziehen bis heute durch die reizvollen Gassen und über die verwinkelten Treppen der Oberstadt hinauf zum Landgrafenschloss. Der prächtige Fürstensaal, Teil des Museums für Kunstgeschichte, gilt als einer der größten und schönsten weltlichen Säle der Gotik in Deutschland. Der romantische Schlossparkmit seinem artenreichen Rosengarten lädt zum Verweilen ein - in den Sommermonaten vor allem auch wegen dem Open-Air-Kino vor dieser eindrucksvollen Kulisse hoch über der Stadt. Das Schloss mit seinen Kasematten ist übrigens das größte bekannte Winterquartier der Zwergfledermaus in Deutschland.

Im Schlosspark steht das Wohnhaus mit Privatlaboratorium des Medizin-Nobelpreisträgers und Marburger Firmengründers Emil Behring, der hier am Lehrstuhl für Hygiene seinen Ruf begründete und für die Stadt von großer Bedeutung war. Auf seinen Spuren kann man auf der Behring-Route wandeln, die an vielen alten Herrenhäusern vorbeiführt, die die Straßen hinauf zum Oberberg säumen. Heute werden vielen von Ihnen als Studentenwohnheime und Verbindungshäuser genutzt.

Teilen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst Du Dich damit einverstanden.

[Impressum] [Datenschutz]

[Schließen]